Storenergy Congress: Thermische Energiespeicher sind die vierten Säule der Energiewende

Beim Storenergy Congress der Messe Offenburg-Ortenau trifft sich jedes Jahr die Energiebranche, um sich über die wirtschaftliche Nutzung volatiler Energiesysteme auszutauschen. Ein Schwerpunkt sind dabei innovative Speichertechnologien. Unser Geschäftsführer, Peter Kordt, sprach beim 5. Storenergy Congress über die Zukunft thermischer Energiespeicher als wesentliche Säule der Energiewende. Dabei ging es auch um die Frage, wie Hochtemperaturspeicher wie der von LUMENION dazu beitragen können, den (weiter) steigenden CO2-Preisen zu begegnen.

Energiewende: mehr als nur erneuerbarer Strom
Eine der wichtigsten Säulen der Energiewende ist die klimafreundliche Wärmeversorgung: Mehr als die Hälfte der in Deutschland verbrauchten Energie wird für die Bereitstellung von Prozesswärme in der Industrie oder für Warmwasser und Heizungen genutzt. Bislang werden bis zu 85 Prozent dieses Bedarfs durch die Verbrennung fossiler Energieträger gedeckt. Dabei gibt es effizientere und nachhaltige Technologien, um die Wärmeversorgung zu gewährleisten.

Integrationstechnologien sichern kosteneffiziente Energieversorgung
Bereits heute ist die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen günstiger als die Nutzung fossiler Brennstoffe, da Solarstrom zur günstigsten Primärenergie geworden ist. Tatsächlich wirkt sich die Senkung der Kosten jedoch bisher kaum auf den Wärmemarkt aus. Der Grund: Der Strom- und Wärmesektor sind nicht nur physikalisch, sondern auch regulatorisch und wirtschaftlich getrennt. Integrationstechnologien wie der Hochtemperaturspeicher von LUMENION können daher einen entscheidenden und kosteneffizienten Beitrag zu einer CO2-freien Wärmeversorgung leisten – sowohl für die Industrie als auch für Energieversorger. Sie bilden eine Brücke zwischen dem Strom- und dem Wärmemarkt, indem sie sich die Schwankungen im Stromsystem zu Nutze machen, die mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien noch zunehmen werden.

Thermische Speicher als Schlüsseltechnologie
Thermische Speicheranwendungen stellen eine Schlüsseltechnologie für die Versorgungssicherheit in einem zunehmend volatilen, also wetterabhängigen Energiesystem dar. Sie ermöglichen es, die Nutzung der erneuerbaren Energien von einer Produktionsmenge von etwa 1.000 bis 1.500 Stunden pro Jahr auf 7.000 – 8.500 Stunden zu verlängern, indem sie eben genau dann Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung stellen, wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint Durch diese Verstetigung leisten Speicher einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Zwei Beispiele: In einem Berliner Quartier werden durch einen 2,4 MWh Speicher von LUMENION über 700 Wohnungen mit warmem Wasser versorgt – absolut klimafreundlich und CO2-neutral. Bei einem Gemüsebauern in Norddeutschland können stündlich 20 Tonnen Gemüse klimafreundlich verarbeitet werden – dafür nutzt der Landwirt einen 20 MWh LUMENION-Speicher. Die regenerative Energie wird dann eingespeichert, wenn sie günstig am Markt verfügbar ist und sorgt für einen konstanten Produktionsprozess Anders ausgedrückt: Speicher unterstützen die Industrie bei der kostenoptimierten Auslastung ihrer Produktionsanlagen und sorgen für eine Entkopplung der Energiepreise bei (weiter) steigenden CO2-Preisen.

Peter Kordt: „Das Energiesystem der Zukunft hat nicht nur drei, sondern vier Säulen – zur Erzeugung, dem Transport und Verbrauch kommt die Frage der Speicherung als viertes Standbein hinzu. Nur so kann neben der Strom- auch die Wärmewende gelingen.“

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