Der Hochtemperatur-Stahlspeicher von LUMENION ist auf der Shortlist
für den Innovationspreis Berlin Brandenburg 2020.

 

Als eines von zehn Unternehmen wurde die LUMENION GmbH aus mehr als 200 Bewerbern für den diesjährigen Innovationspreis der Länder Berlin und Brandenburg nominiert. Das im Jahr 2015 gegründete Berliner Unternehmen entwickelte einen Hochtemperatur-Stahlspeicher, der große Mengen von Wind- und Sonnenenergie als Wärme bei 650°C speichern kann.

„In der Debatte um die Energiewende und den Klimaschutz liegt der Fokus auf dem Stromsektor. Dabei wird oft übersehen, dass in Deutschland mehr als die Hälfte der Energie als Wärme benötigt wird. Mit unseren Hochtemperatur-Stahlspeichern ist es LUMENION gelungen, erneuerbare Energien für die Wärmeversorgung nutzbar zu machen. Damit möchten wir einen Beitrag zu einer integrierten Energie- wende, zur Sektorenkopplung und zum Erreichen der Klimaschutzziele leisten“, sagt LUMENIONs Geschäftsführer Hanno Balzer.

Je mehr Wind- und Solaranlagen gebaut werden, umso sinnvoller ist es, in Zeiten von Stromerzeugungs- spitzen – wenn die Sonne scheint und der Wind kräftig weht – diese Energie zu speichern, anstatt sie abzuregeln und damit umgenutzt zu lassen. Stahl als Speichermedium ist besonders robust, hat hervorragende Wärmeleiteigenschaften. Das Speichersystem verfügt über einen Gesamtwirkungsgrad von 95 Prozent für die gespeicherte Wärme.

Das Senken der CO2-Emissionen war gerade für Industriebetriebe, die Prozesswärme benötigen, kompliziert und kostenintensiv. Die Nutzung des Stahlspeichers von LUMENION ermöglicht es diesen Betrieben, Prozesswärme aus erneuerbaren Energien versorgungssicher und kosteneffizient zu nutzen. Damit werden Unternehmen und Betriebe, die diese Technologie nutzen, künftig auch keinerlei Kosten in Folge der CO2-Bepreisung haben, die für den Einsatz fossiler Energieträger wie Erdgas ab 2021 erhoben und in den kommenden Jahren stetig ansteigen wird.

„Ein Stahlspeicher von LUMENION ist also nicht nur ein Ermöglicher von Nullemissionen in Industrie- prozessen, sondern auch eine Art klimafreundliche, innovative Energiekostenbremse“, so Hanno Balzer weiter.

Die Technologie von LUMENION ist ausreichend erprobt, um weiter skaliert zu werden. Die Komponenten für den Speicher bauen auf bestehenden industriellen Wertschöpfungsketten auf. Die Speicherkerne der Stahl-Speicher wurden im Rahmen eines Pilotprojekts von Unternehmen aus Brandenburg realisiert und sollen auch künftig in der Region gebaut werden. Damit wird klimafreundliche regionale Wertschöpfung ermöglicht, die auch zur Erhaltung der Arbeitsplätze in der heimischen Stahlindustrie beiträgt.

Die Jury des Innovationspreises Berlin Brandenburg unter Vorsitz von Prof. Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam, hat aus 221 Bewerbungen im Wettbewerb um den Innovationspreis Berlin Brandenburg die zehn besten Innovationen der Hauptstadtregion als Nominierte ausgewählt. Am 27. November 2020 werden die Nominierten im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im AXICA Kongress- und Tagungszentrum geehrt. Wegen der beschränkten Teilnehmerzahl vor Ort wird es zusätzlich einen Livestream geben. Aus der Reihe der zehn Nominierten werden fünf Preisträger als Sieger des Inno-vationspreises Berlin Brandenburg ausgezeichnet.

Über den Innovationspreis:
Der Innovationspreis Berlin Brandenburg ist der älteste seiner Art in der Region. Er wurde 1984 von der für Wirtschaft zuständigen Berliner Senatsverwaltung ins Leben gerufen. Seit 1992 vergeben die (heutige) Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe Berlin und das Brandenburger Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie den Innovationspreis gemeinsam. Seit 1984 wurden mehr als 4.000 Be-werbungen eingereicht und über 160 Preisträgerinnen und Preisträger ausgezeichnet. Die Nominierungen der Finalisten und Preisträger werden von einer unabhängigen Expertenjury vorgenommen. Die Preise sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Mit der Einbindung von Wirtschaftsunternehmen und weiteren Institutionen als Private Partner war und ist der Preis auch ein Preis der öffentlichen Hand mit Privaten und damit ein gemeinsames Projekt.

Pressekontakt LUMENION GmbH:
Timo Bovi, Tel.: +49 177 8830622
Maria Rieb, Tel.: +49 178 8830914

presse@lumenion.com

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